Kommunikation

Kommunikation

Die meisten Konflikte entstehen dadurch, dass wir auf bestimmte Strategien zur Umsetzung unserer Bedürfnisse und Werte verharren und diese sich nicht mit den Strategien des oder der Mitmenschen vereinbaren lassen. Versuchen wir Konflikte in der Sprache der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg zu lösen, dann bauen wir eine kommunikative Brücke zu dem Anderen, ohne unsere Interessen hintenan zu stellen. Im Vordergrund steht dabei nicht die Frage, wer Recht hat oder schuldig ist, sondern, was der/die einzelne braucht, um achtsam mit seinen/ihren Bedürfnissen umgehen zu können. Ein Beispiel soll das verdeutlichen:

Die vier Schritte der gewahltfreien Kommunikation

Ein Chef spricht zu seinem Untergebenen:

1. Schritt: Beobachtung/Situation

Ich habe das Konzept von Ihnen nicht zu dem Termin erhalten, den wir vereinbart haben.

statt

Negative Bewertung

Sie sind mal wieder nicht pünktlich fertig geworden!

2. Schritt: Gefühl (Ich-Botschaft)

Ich bin irritiert und beunruhigt.

statt

Interpretation/Schuldzuweisung

(Du-Botschaft) Ich habe das Gefühl, Sie denken überhaupt nicht mit.

3. Schritt: Bedürfnis

Ich brauche Verlässlichkeit und Effektivität bei der Zusammenarbeit.

statt

Strategie

Jetzt müssen wir Überstunden machen!

4. Schritt: Konkrete Bitte

Bitte halten Sie zukünftig die vereinbarten Termine ein oder teilen Sie mir rechtzeitig mit, wenn sich Ihr Zeitplan ändert, damit ich mich darauf einstellen kann.

statt

Forderung/Druck

Wenn sich das nicht ändert, werde ich mich bei der Projektleitung über Sie beschweren!

 

Wie fühlt es sich an, auf der linken Seite und wie fühlt es sich an, auf der rechten Seite Untergebener zu sein?

Die gewaltfreie Kommunikation ist nicht primär eine Technik, sondern eine Haltung zu sich selbst und zu den Anderen, die von den drei Grundprämissen der Kommunikation ausgeht:

  • Menschen versuchen, sich ihre (eigenen) Bedürfnisse zu erfüllen.
  • Menschen liegt grundsätzlich an einem guten Miteinander und an einer guten Zusammenarbeit.
  • Wenn ihre Anliegen/Bedürfnisse gehört werden, verhalten sich Menschen kooperativ und konstruktiv.

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